Infos für Welpeninteressenten


Auf der Suche nach einem Retrieverwelpen sollten Sie zuallererst auf die Vereinszugehörigkeit des Züchters achten. Die größtmögliche Wahrscheinlichkeit auf einen gesunden, wesensfesten, rassetypischen Labrador-Retriever haben Sie, wenn Sie sich erst mal an den Labrador Club Deutschland (LCD) oder den Deutschen Retriever Club (DRC) wenden. Jedoch ist auch dort nicht jeder Züchter nur aufgrund seiner Vereinszugehörigkeit automatisch ein guter Züchter und man sollte als Welpeninteressent genau hinschauen. Die Zuchtordnungen der Vereine lassen den Züchtern sehr viel Spielraum und setzen auf „züchterische Eigenverantwortung“.  Das ist jedoch nur solange auch gut so, wie die Züchter mit dieser Eigenverantwortung auch tatsächlich verantwortungsvoll umgehen können
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Sowohl der 'Labrador Club Deutschland' (LCD), als auch der 'Deutsche Retriever Club' (DRC) haben öffentlich zugängliche Datenbanken >>LCD-Datenbank<< >>DRC-Datenbank<<, über die sich Interessenten sehr gut über das bisherige Zuchtgeschehen eines Züchters informieren können. Sie finden dort nicht nur Angaben zur Gesundheit der betreffenden Elterntiere eines potenziell in Frage kommenden Welpen, sondern können sich unter anderem auch die Wesenstest- >>Beispiel<< und Formwertberichte >>Beispiel<< der Elterntiere durchlesen (bei Hunden mit ausländischer Zuchtzulassung nicht immer vorhanden). Darüber hinaus können sie auch ersehen, wie viele Nachkommen eine Hündin bzw. ein Rüde bis dato hat und wie sie sich bis zum jetzigen Zeitpunkt vererbt haben. Um sich erst einmal einen Überblick über einen Züchter zu verschaffen, kann man den Zwingernamen (in meinem Fall ex Chelsea) eingeben und alle bisherigen züchterischen Aktivitäten aufrufen. Wenn man bis ganz unten runterscrollt, findet man eine Gesamtstatistik, die aufzeigt, wie viele der gezüchteten Hunde eines Züchters, die älter als ein Jahr sind, auf Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogengelenksdysplasie (ED) untersucht wurden. Ein Züchter, der an seiner Nachzucht interessiert ist sollte nach meinen Erfahrungen keine Probleme haben, eine hohe Röntgenquote von 75 % und mehr zu erreichen. Wirklich aussagekräftig sind aber nur komplett durchgeröntgte Würfe. Nur an ihnen kann man erkennen, wie gut oder schlecht sich ein Hund bislang tatsächlich bezüglich der Gelenke vererbt hat. Viele Würfe im LCD sind Wiederholungen. Ich empfehle, sich bei Wurfwiederholungen über die Datenbank zu informieren, wie der erste Wurf der dann wiederholt wurde, sich in Gesundheit und Wesen entwickelt hat. Sind keine Daten vorhanden, sollten Sie kritisch sein und nachfragen. Liegen unschöne Ergebnisse vor hat man die Möglichkeit, von einem Welpen aus dieser erneuten Verpaarung Abstand zu nehmen.

Lassen Sie sich nicht davon abschrecken, wenn auch mal ein Hund aus einem Wurf eines Züchters mit schlechten Gesundheitsergebnissen ausgewertet wurde. Kein Züchter dieser Welt hat es in der Hand, ausschließlich gesunde Hunde zu züchten. Beachten Sie auch, dass ein Züchter die Möglichkeit hat, nur die guten Gesundheitsbefunde einzuschicken. Sind bei einem Züchter ausschließlich gute Gesundheitsdaten veröffentlicht, jedoch nur teilweise Daten in der Datenbank abrufbar, ist die Datenbank-Seite eines Züchters also nur sehr lückenhaft gefüllt, besteht die Möglichkeit, dass ein- oder mehrere Hunde eines Wurfes beim Röntgen der Gelenke unerwünschte Befunde aufwiesen, die dann nicht dem Verein zur Veröffentlichung eingereicht wurden. So sieht manche Statistik auf den ersten Blick zwar sehr gut aus, ist jedoch geschönt und somit verfälscht.

Mein persönliches Bestreben als Züchter ist es, möglichst gesunde, wesensfeste und nicht zuletzt auch optisch dem gültigen Rassestandard für Labrador Retriever  in hohem Maße entsprechende Hunde zu züchten. Hierfür ist eine Kooperationsbereitschaft von Seiten meiner Welpenkäufer unerlässlich. Nur so ist es mir möglich, auch zukünftig qualitätsvolle Labrador-Retriever zu züchten und etwaige Schwachstellen in den Folgegenerationen zu verbessern. Auf diese Weise kann ich nach mittlerweile 16 Jahren erfolgreicher Zucht von Labrador-Retrievern auf über 94% HD- und ED-untersuchte Nachkommen all meiner Würfe zurückblicken, von denen knapp 88% im zuchttauglichen Bereich liegen (Stand: 01.02.2017).

Sollten Sie sich für einen Welpen aus meiner Zucht interessieren, sollte es für Sie eine Selbstverständlichkeit sein, im eigenen und auch im Interesse von mir als Züchter Ihren Hund nach Vollendung des ersten Lebensjahres auf Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogengelenksdysplasie (ED) röntgen zu lassen. Auch ein spezieller Wesenstest für Labrador-Retriever sollte im entsprechenden Alter des Hundes ab einem Jahr durchlaufen werden. Wünschenswert ist darüber hinaus, dass Labradore aus meiner Zucht neben vollem Familienanschluss rassegerecht ausgebildet und beschäftigt werden. Gerne bin ich als Züchter bereit, meinen Welpenkäufern in allen Belangen das gesamte Hundeleben lang mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Zum Schluss beantworte ich gerne noch die meistgestellte Frage nach dem Welpenpreis: Bei mir gibt es keine sogenannten Wühltischwelpen. Für einen verantwortungsvoll und nach bestem Wissen und Gewissen aufgezogenen, 8 Wochen alten Welpen aus meiner national (VDH) und international (FCI) anerkannten Zucht berechne ich ab dem 01.01.2017 (Anpassung an das derzeit übliche Preisniveau) einen Nettopreis von 1260,50 €. Inklusive der gesetzlich vorgeschriebenen 19 % MwSt. komme ich so auf einen Gesamtpreis von 1500,00 €. Der Welpe ist bis dahin tierärztlich untersucht, das erste Mal geimpft und hat zur Identifikation einen Microchip unter die Haut implantiert bekommen. Sie erhalten von mir eine umfangreiche Mappe mit allen wichtigen Infos. Selbstverständlich beinhaltet diese Mappe auch die Ahnentafel (Abstammungsnachweis), das Leistungsheft, den EU-Heimtierausweis (früher Impfpass) und vieles mehr.

Haben Sie Fragen zum Thema Welpenkauf und/oder interessieren sich für einen Welpen aus meiner Zucht, freue ich mich auf Ihren Anruf: Telefon: 06744 – 714 366.

Sylvia Haupt im Dezember 2016


Sirius ex Chelsea

S-Wurf

Pfote eines neugeborenen Labrador-Retriever-Welpen

Maxima ex Chelsea'

'Maxima ex Chelsea' kurz nach der Geburt

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